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Ausbildung

Eine Ausbildung bereitet auf die Arbeit in einem bestimmten Beruf vor. Dabei greifen Theorie und Praxis ineinander. Mehr über Dauer, Aufbau, Ablauf und die Organisation von Ausbildungen erfährst du hier.

Ablauf

Handwerker mit Wasserwaage

Je nach Ausbildungsziel gibt es Ausbildungen in verschiedenen Formen. Duale Ausbildungen finden abwechselnd in Schule und Betrieb statt. Ziel ist es, dass die Auszubildenden (Azubis) sowohl theoretische als auch praktische Erfahrungen sammeln. Diese Art der Ausbildung ist in Deutschland die häufigste. Die rein schulische Ausbildung ist daneben vor allem für Fort- und Weiterbildungen beliebt.

Dauer

Die Dauer einer Ausbildung ist unterschiedlich und beträgt in der Regel zwischen einem und 3,5 Jahren. Die genaue Ausbildungsdauer für den Ausbildungsberuf deiner Wahl findest du auf www.berufenet.de.

Vergütung

Junge frau mit Geldscheinen

Azubis erhalten kein Gehalt. Stattdessen bekommen sie eine sogenannte Ausbildungsvergütung, die je nach Beruf und Stelle unterschiedlich hoch ausfallen kann. Im Jahr 2010 fiel laut einer Studie des BIBB die höchste Ausbildungsvergütung auf die Binnenschiffer/innen mit durchschnittlich 978 Euro monatlich Brutto. Die niedrigste Ausbildungsvergütung bekamen im Durchschnitt die Maler/innen und Lackierer/innen mit 388 Euro Brutto in Ostdeutschland bzw. 421 Euro in Westdeutschland.

Versicherungen

Die meisten Azubis sind vor Beginn der Ausbildung über ihre Eltern versichert. Mit Beginn der Ausbildung müssen dann oft zum ersten Mal eigene Entscheidungen über Versicherungen getroffen werden. Besonders wichtig sind dabei die Krankenversicherung, Unfallversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und private Haftpflichtversicherung.

Azubis sind über ihre Arbeitgeber in der Regel bei einer gesetzlichen Krankenversicherung angemeldet. Die Krankenversicherung tritt ein, wenn der Azubi krank wird und medizinische Versorgung braucht. Der Beitrag wird nach der Höhe des Einkommens berechnet, wobei die Hälfte des Beitrags vom Arbeitgeber, die andere Hälfte vom Azubi selbst getragen wird. Wenn du weniger als 325 Euro Brutto monatlich verdienst, trägt dein Arbeitgeber die gesamten Versicherungskosten. Die Auswahl der Krankenkasse steht jedem Azubi selbst zu.

Die Unfallversicherung greift, wenn einem Versicherten durch einen Unfall Kosten entstehen, z. B. auch, wenn er durch den Unfall nicht in der Lage ist, arbeiten zu gehen und dadurch kein Einkommen bekommt. Dieses sogenannte „Tagegeld„ kann bis zu ein Jahr lang ausbezahlt werden.

Im Gegensatz zur Unfallversicherung tritt die Berufsunfähigkeitsversicherung nach sechs Monaten ein, wenn der Versicherte nach diesem Zeitraum, z. B. nach einem Unfall, noch nicht im Stande ist, mindestens die Hälfte der Zeit zu arbeiten. Die Berufsunfähigkeitsversicherung bezahlt notfalls bis zum Rentenbeginn weiter.
Eine Haftpflichtversicherung übernimmt Schäden, die du im privaten Bereich, also außerhalb der Arbeit, verursachst, z. B. wenn du bei Freunden einen Laptop fallen lässt.

Weitere Informationen findest du hier: