Mobbing

Es ist ein Riesentabuthema, doch wegsehen und ignorieren sind die schlimmsten Fehler. Mutige Schüler lassen sich jetzt zu Mediatoren ausbilden, die Mobbing-Opfern helfen.

„Zisch ab und nerv nicht“ – Mobbing an der Schule

Mädchen von Clique ausgeschlossen

Im Unterschied zu Konflikten entsteht Mobbing zwar aus einer "normalen" Konfliktsituation, verfestigt sich dann aber und ist mit fortgesetztem, schikanösem Verhalten verbunden. Dem kann der "Gemobbte" kaum aus eigener Kraft entrinnen.

Die Grenzen zwischen Mobbing (engl. anpöbeln) und alltäglichen Reibereien sind fließend. Deshalb kann man nicht früh genug nach verträglichen Lösungen suchen. Konstruktive Konfliktlösung ist nämlich erlernbar! In vielen Schulen gibt es schon Schülergruppen, die sich mit Streitschlichtung (= Mediation) beschäftigen.

Streitschlichtung – was ist das?

Zu Streitschlichtern ausgebildete Schüler (Mediatoren) helfen anderen Schülern, ihre Konflikte so zu lösen, dass alle Konfliktparteien zufrieden sein können.
Die Beteiligten kommen nach einer unversöhnlichen Auseinandersetzung freiwillig an einem neutralen Ort zusammen, wo die gleichaltrigen Mediatoren als unbeteiligte Dritte ein Gespräch mit ihnen führen. Dabei wird von den Streitschlichtern Vertraulichkeit und Neutralität erwartet, die Streitgegner müssen sich an vereinbarte Gesprächsregeln halten. Gemeinsam wird dann nach einer Lösung für den Konflikt gesucht, die beide Seiten zufrieden stellt und die von allen als fair empfunden wird, so dass die gefundene Vereinbarung hinterher auch eingehalten wird.

Die bisherige Erfahrung zeigt, dass sich durch die Arbeit der Mediatoren das Schulklima verbessert und auch die Streitschlichter persönlich profitieren.

Wenn rechtzeitig eingegriffen wird, trägt Streitschlichtung dazu bei, Dauerkonflikte und Mobbing zu verhindern. Denn Mobbing stresst, und Stress hat Folgen für die Gesundheit:

  • Schlafstörungen
  • Konzentrationsstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • Bauchschmerzen
  • Lern- und Schulunlust, absinkende Leistungen
  • Erhöhte Nervosität
  • Reizbarkeit, Aggressivität
  • Stottern
  • Ängste/Albträume
  • Depressionen

Tipp:

Lies mehr im Artikel Streitschlichtung.