Musik macht sportlich

Schneller, höher, weiter … Jeder kann seine sportliche Leistung steigern. Und das ganz easy mit legalem und gesundem Doping-Ersatz: mit Musik!

Mehr Fitness mit Musik

Die richtige Musik kann die sportliche Leistungsfähigkeit um 15 Prozent steigern. Wichtig ist, dass man sich im Takt der Musik bewegt. Das hat Costas Karageorghis von der Brunel-Universität in London untersucht.

Die Musik lässt unser Gehirn Endorphin, ein Glückshormon, ausschütten. Das macht gute Laune und lenkt von der Anstrengung ab. Außerdem werden Nervensignale, die Müdigkeit anzeigen, blockiert. Gute Voraussetzungen, um so richtig loszulaufen!

Welche Musik passt?

Herr Karageorghis wird’s erst im Oktober wissen. Da testen nämlich Marathonläufer seine wissenschaftlich ausgearbeiteten Playlisten. Such dir bis dahin die Musik aus, die dich in den Füßen kribbelig werden lässt, wenn du sie hörst! Nur die ganz langsamen Balladen sollten es nicht sein: Musikstücke mit ca. 120 Schlägen pro Minute (abgekürzt BPM: „beats per minute“) sind ideal fürs Laufen.

Tipp

Es gibt Internetseiten und frei verfügbare Software,die anzeigen, welcher Song den passenden BPM-Wert hat. Vielleicht sind auch deine Lieblingssongs dabei.

Wer also bis jetzt Musik hören nur mit Entspannen und „im stillen Kämmerlein hocken“ verbunden hat, hat keine Ausreden mehr: Musik an und raus in die Natur! Leistung und Laune werden sich ganz sicher steigern.

Andere Sportarten – noch mehr Spaß

Viele kennen sicher das Problem: Man ist schnell ausgepowert, kommt irgendwie nicht so recht voran und kennt die Strecke durch den heimischen Wald schon in- und auswendig. Wenn auch die Abwechslung bei der Musik nicht mehr hilft, solltest du es mit einer anderen Sportart probieren.

Viele Sportarten können mit ein bisschen Musik auf den Ohren aufgepeppt werden. Dank der neuen Technik gehört sogar Schwimmen dazu: Wasserfeste MP3-Player gibt es ab ca. 40 Euro.

Positiver Nebeneffekt: Wer sich bald mit wasserfesten Kopfhörern auf den Ohren durchs Mittelmeer pflügt, wird nicht nur fitter, sondern kann bei einem Familienurlaub auch ganz simpel dem Gekreische der Geschwister aus dem Weg gehen … äh … schwimmen.

Trotz allen Wissenschaften und Theorien: Am Ende kommt es auf’s Ausprobieren an. Habt Spaß an der Musik, habt Spaß am Sport und verbindet beides miteinander. Dabei gilt: Die Art des Sports bestimmt die Art der Musik. Wer zu harten Electro-Beats Yoga macht, darf sich nicht wundern, wenn er nicht zur inneren Ruhe findet.

Tipp:

Bei zu großer Euphorie steigt die Gefahr der Selbstüberschätzung. Achte also immer auf körperliche Warnsignale und schalte notfalls lieber einen Gang zurück.

Quelle: FOCUS ONLINE

Ein Artikel von Junia Hergarten